Abwarten oder einsteigen?

Tipps von und für Trading Profis zu den besten Devisenhandelssystemen, Währungshandelsmethoden und Währungshandelstechniken.

Abwarten oder einsteigen?

Beitragvon Forex13 » 17.12.2008, 12:03

Hallo, ich wollte mal sehen, was sich hier so abspielt. Ich bin noch recht unerfahren, was den Devisenhandel angeht und hoffe hier auf ein paar etwas erfahrene leute zu treffen.
Ich habe schon mal eine Frage:
Haltet Ihr es für sinnvoll, jetzt in den Devisenhandel einzusteigen oder sollte man lieber das neue Jahr und Obamas Aktionen abwarten, bevor man sich hinein stürtzt?
Danke Im Voraus:)
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Beitragvon Llaiird » 17.12.2008, 13:20

Tja, gute Frage. Wenn man auf einen steigenden Euro setzt, würde ich jetzt einsteigen. Der Dollar ist zur Zeit ziemlich geschwächt und ich glaube, dass er es noch eine ganze Weile bleiben wird. Ich habe heute gelesen, dass Bankexperten der Bank of America einen Anstieg des Euros bis auf 1,48 Dollar erwarten.

Wer aber längerfristig spekuliert, kann jetzt preiswert Dollar kaufen. Sowohl gegenüber dem Yen als auch dem Euro ist der Dollar massiv gefallen. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass etwa ab Mitte Januar spätestens der Dollar wieder steigen könnte. Vor allem den Antritt des neuen Präsidenten könnte viele Investoren dazu bringen, wieder vermehrt in den Dollar zu investieren. Und auch die Japaner sind an einem starken Dollar interessiert. Ihre Wirtschaft ist extrem exportlastig. Je billiger der Dollar, desto teurer der Yen und desto teurer japanischen Produkte.

Chancen bestehen durchaus, aber natürlich auch Risiken.
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Beitragvon Forex13 » 31.12.2008, 13:58

Jaja der steigende euro, hat sich ja doch wohl ziemlich als Flaute ergeben in den letzten Wochen vom Dezember. Einige aktive Freunde von mir haben in den letzten Tagen sehr gute erfahrungen mit dem neuen save haven Schweizer Franken gemacht. Derzeit glaube ich sehr zu empfehlen, aber eher im Daytrading, da die Schwankungen wirklich super schnell stattfinden.
Da ergeben sich Kursschwankungen innerhalb von einem tag oder gar einigen Stunden, die anfang des Jahres nicht einmal innerhalb zwei oder drei Tage möglich geschweigedenn realistisch gewesen wären.
Frohes neues Jahr
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Einstieg halte ich für nicht schlecht

Beitragvon stopp-loss » 06.01.2009, 20:17

Ich denke mal, dass der Einstieg jetzt sicherlich sinnvoll sein kann. Der Dollar ist noch ziemlich schwach, soll aber in nächster Zeit - so man Experten Glauben schenken darf - recht intensive Steigerungen erfahren. Ich denke, wer jetzt noch abwartet und Obamas Aktivitäten abwartet, muss damit rechnen, dass der US-Dollar dann recht teuer wird. Gefühlsmäßig würde ich sagen, dass der Einstieg jetzt bei recht günstigen Dollarpreisen noch sinnvoll sein kann.

Alles natürlich vorausgesetzt, dass das Traden auf lange Sicht abzielt und man eine kleinere Durststrecke mit Auf und Ab auch einmal ganz gut verkraften kann.

Mein Eindruck von den aktuellen Entwicklungen, die nicht zuletzt natürlich geprägt sind von Berichten in Finanzblättern.
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Beitragvon Llaiird » 07.01.2009, 11:47

Jetzt ist eine gute Zeit, beim Dollar einzusteigen, also auf ein Abwerten auf den Euro zu setzen. Die aktuelle Euro-Schwäche macht auch den Einstieg in die anderen Hauptwährung ganz interessant, beispielsweise in den Yen, Pfund Sterling oder Schweizer Franken.
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Beitragvon devise » 08.01.2009, 11:16

Jetzt einsteigen ist günstig, da sich allerhand tut am Markt. Beachten sollte man dabei auch die aktuellen Kaufsignale. Die Technical News der Börse Frankfurt/Main geben gute aktuelle Hinweise, welche Währungspaare gerade zum Kauf oder Verkauf günstig sind. Schaut mal in die aktuellen News von heut vormittag rein. Könnte hilfreich sein!
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Meine Meinung: Einsteigen!

Beitragvon forexfan » 08.01.2009, 12:16

Einsteigen kann nie falsch sein, aber gerade jetzt denke ich mal, ist ein echt optimaler Zeitpunkt. Heute gab es auch wieder zahlreiche Berichte zu Devisen und dass hier wohl die Erwartung des Jahresanfang mit diesen Hochs nicht zu halten ist. Einige brechen inzwischen schon wieder ganz schön ein und der US-Dollar dürfte in der Beobachtung in nächster Zeit eine wichtige und spannende Währung sein. Und die Entwicklungen in den USA werden in nächster Zeit noch sicherlich viele neue Impulse erfahren, die den Markt gründlich aufmischt.

Für meine Begriffe kommt da noch richtig gut was, wenn jetzt in den Dollar investiert wird. Meine Meinung aber nur....
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Beitragvon Llaiird » 09.01.2009, 12:08

Ja, es ist schon eine knifflige Frage, wann Einsteigen gut und wann nicht so gut ist. Im Moment gibt es sehr viel Bewegung an den Märkten. Wenn man vielleicht erstmal nur kleine Schritte tradet, dann sind auch mögliche Kursverluste schneller zu verdauen. Darum, egal wann man einsteigt, erstmal in kleinen Schritten handeln und noch nicht gleich zum Anfang auf Gewinn handeln. Lieber erstmal auf den Erhalt des Einstiegskapitals traden. Das heißt, Verluste, die sich ohnehin früher oder später einstellen, erstmal durch Trades wieder auszugleichen. Wenn das gelingt, sollten sich auch bald die ersten Gewinne einstellen.
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Beitragvon Llaiird » 12.01.2009, 05:56

Das Handelsblatt druckte gestern ein Kurzinterview ab, das meiner Meinung nach genau zu diesem Thread hier passt:

„Das Risiko wird nicht entschädigt“

Vier Fragen zum Thema Devisenspekulation an Ulrich Leuchtmann, Währungsexperte der Commerzbank.

Die Währungskurse schwanken kräftig. Wie interessant sind Devisengeschäfte für den Kleinanleger?

Grundsätzlich ist die hohe Volatilität sehr lukrativ. Allerdings sind die Risiken hoch. Gleiches gilt für den Aufwand, den man betreiben muss, um das Marktgeschehen zu verfolgen und entsprechend zu reagieren.

Was macht Währungsspekulationen so riskant?

Die Zahl der Einflussfaktoren auf die Kurse ist weit größer als etwa bei Aktien. Entscheidend aber ist, dass das Risiko nicht ausreichend entschädigt wird. Bei guten Aktien bekommen Anleger eine Dividende, bei Anleihen einen Zinscoupon. Das mindert die Kursrisiken. Devisenspekulationen dagegen sind mehr oder weniger reine Kursspekulationen. Die Zinsunterschiede zwischen einzelnen Währungen, von denen Anleger profitieren könnten, fallen oft kaum ins Gewicht.

Für Anleger, die sich trotzdem trauen – was gibt es für Möglichkeiten?

Mutige können es natürlich mit Währungskonten, Optionsscheinen oder Zertifikaten versuchen. Besser wären für den Nichtprofi aber Devisenfonds. Der Fondsmanager übernimmt dort die Arbeit, der Anleger muss nicht täglich das Marktgeschehen verfolgen.

Welche Währung wird als großer Gewinner aus der Krise gehen?

Die Meinungen der Analysten gehen derzeit so weit auseinander wie selten zuvor, das muss man fairerweise dazu sagen. Wir sind der Ansicht, dass der Dollar am besten davonkommen wird. Er ist und bleibt die Krisenwährung der Welt. Daran hat sich trotz Hypothekenkrise nichts geändert. Die USA sind schneller in die Rezession gerutscht als andere Nationen; wir sind davon überzeugt, dass sie sich auch deutlich schneller wieder erholen werden als beispielsweise Europa.
Das Interview mit Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank führte Christian Panster. Link: http://www.handelsblatt.com/finanzen/an ... gt;2122497
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US-Dollar "berappelt" sich im Moment

Beitragvon forexfan » 25.01.2009, 16:39

...und da zeigt sich doch, dass es sich lohnt, wie vor einigen Tagen diskutiert, in schlechten Zeiten in eine Währung einzusteigen, bei der sich aber politische und wirtschaftliche Entwicklungen in positiver Richtung abzeichnen.

Im Moment "berappelt" sich der US-Dollar ja zusehends gegenüber den anderen Währungen und ich bezweifle inzwischen, dass das nur auf die "Obomania" zurückzuführen ist. Ich glaube, dass der neue US-Präsident sein Land ganz schön aufmischen wird und da noch einiges geht beim US-Dollar.

Von daher gehe ich für mich davon aus, dass der US-Dollar jetzt wieder richtiges Potential bietet und auch jetzt noch ein Einstieg gut sein kann.

Für mich jedenfalls steht die Entscheidung "pro US-Dollar" bzw. Einstieg im Moment.
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Beitragvon Llaiird » 26.01.2009, 05:21

Klar, der Dollar bietet im Moment gegenüber Pfund und Euro gute Gewinnmöglichkeiten. Auch der Yen zeigt sich gegenüber den beiden Währungen ziemlich stark. Aber auch gegenüber dem Dollar hat der Yen eine gute Position eingenommen, was mich aufhorchen lässt. Wäre der Dollar so stark wie behauptet, müsste der Yen noch viel schwächer da stehen. Aber das tut er zur Zeit nicht. Das bedeutet für mich, dass der Dollar aufgrund der Schwäche von Pfund und Euro so stark ist und hinter dem Dollar gegenwärtig anscheinend doch nur die "Obamania" steht. Noch hat er das Konjunkturpaket nicht durchbekommen.
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Da kannst du recht haben

Beitragvon StepbyStep » 26.01.2009, 17:50

Der Dollar wird seine Stärke - unter anderem - aus der Schwäche von Euro und Pfund Sterling beziehen. Und der Yen, der ist derzeit auch auf einem guten Weg. Allerdings bricht auch grade in Japan die Konjunktur so richtig ein und da stellt sich dann die Frage, ob der Yen seine Position dann auch längerfristig halten kann.

Der Dollar hat aber eben auch einfach den Vorteil gegenüber dem Euro, dass er langjähriges Vertrauen genießt. Und wenn die USA ihre Finanzprobleme schnell in den Griff bekommen, dann dürfte auch der Dollar davon profitieren - und sich nicht nur auf der Schwäche anderer Währungen profilieren können.

Also, ich persönlich sehe einfach auch die Entwicklungen in den USA derzeit als einen wichtigen Grund für die Stärke des US-Dollars.
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Beitragvon Llaiird » 27.01.2009, 12:02

Derzeit profitiert der Yen vor allem durch die Konjunkturspritze der japanischen Regierung. Sowohl die Aktienkurse, als auch der Nikkei und der Yen haben an Wert gewonnen.
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Beitragvon StepbyStep » 27.01.2009, 15:18

Der Yen wird wohl im Moment durch die Konjunkturspritzen gewinnen, davon gehe ich auch erst einmal aus. Aber dann dürfte ja unser good old Euro auch bald wieder mehr Pep haben. Und in den USA zeigt sich ja im Moment, dass allein schon die Hoffnung auf Hilfe schon fast Berge versetzt hinsichtlich der Entwicklung einer Währung.

Aber was, wenn alle Konjunkturspritzen aufgebraucht sind und alle Staaten mehr oder weniger alle Möglichkeiten in finanzieller Hinsicht in die Wirtschaft gepumpt haben?

Mich würde im Moment gern einmal - wie viele andere wohl auch - in die weitere Zukunft schauen. Wie sich die Konjukturpakete profilieren.

Für mich sind diese Spritzen immer nur so ein kurzfristiges Schmerzmittel, aber die langfristige Entwicklung der Währung ist ja auch nicht ganz unerheblich.

Day Trader werden aber im Moment wohl eher alle Finger lecken hinsichtlich der schnellen und überraschenden Entwicklungen, auch beim Yen, dem kaum noch einer Bedeutung beigemessen hat zum Jahresende.
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Beitragvon Llaiird » 02.02.2009, 12:15

Ja, Day Traden ist im Moment sehr profitabel. Langfristige Anleger halten sich derzeit merklich zurück.

Mich interessiert auch, ob die Pakete auch wirklich etwas bringen oder ob das ganze nicht nur ein Fass ohne Boden wird. Aber in die Zukunft können wir ja leider nicht blicken. Da bleibt uns nur abzuwarten.

Für unsere exportorientierte Wirtschaft ist ja ein schwacher Euro gar nicht schlecht. Dann werden die deutschen Güter im Ausland wieder attraktiver. Durch die Konjunkturpakete der USA wird hoffentlich die Kaufkraft wieder angekurbelt und Güter aus "good old Germany" wieder geordert.
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