von Pipsologe » 22.10.2009, 14:41
hier noch ein paar tips von mir
1. bevor ihr mit dem live handel startet, verinnerlicht euch das thema moneymanagement. es ist wichtiger als alles andere. brennt es in eure köpfe und lasst es einen festen bestandteil eures regelwerks sein, nur so habt ihr eine überlebenschance am markt.
die faustformel lautet: riskiere niemals mehr als ein prozent pro trade von der kontogröße. bedeuted; hast du ein konto mit 10t dann solltest du dein stop so setzen das du pro trade nicht mehr als hundert € verlierts. im internet gibt es kostenlose mm rechner. es gibt auch ganze bücher darüber, aber für meinen geschmack holen die zu weit aus.
2. beschäftigt euch mit der technischen analyse, zumindestens die basics sollten euch bekannt sein und ihr solltet wissen wie man sie anwendet. wer hier weitere tips braucht, dem kann ich gerne helfen.
3. bevor ihr euch für einen broker entscheidet, nehmt mehrere unter die lupe und setzt euch mit den begriffen market maker/dealing desk, stp/ecn/no dealing desk auseinander. testet auf jeden fall die plattform, hier muss alles stimmen, das ist wie mit der frau/mann die/den man heiraten will. sie/er muss einen gefallen und man muss gut zuasammen auskommen können - für längere zeit. so kann man broker hopping vermeiden.
wenn man auch nur das kleinste unwohlgefühl hat, dann finger weg. selbstverständlich müssen die anderen dinge wie konditionen, einlagensicherung, service u.s.w. auch stimmen. die suche nach einem broker kann ewigkeiten dauern, nicht verzweifeln, es gibt hunderte.
4. versucht im vorwege heraus zu finden wie ihr traden wollt, intraday, swing oder sogar postiontrading. dabei ist zu beachten das ihr dann die richtigen zeitebenen verwendet und nicht positiontrading auf einem fünf minuten chart ausübt.
die art des trading kann sich aber nach wochen oder monaten sogar jahren ändern. ich habe alle arten durch und bin beim daytrading hängen geblieben.
5. wenn ihr positionen über nacht halten wollt, macht euch mit den risiken vertraut. viele broker weiten ihren spread über nacht, insbesondere bei exotischen paerchen, gigantisch aus. da wird man schneller abgeschossen als man gucken kann. ist aber bei jedem broker unterschiedlich.
6. handelt am anfang nur die majors, vorzugsweise eur/usd, hier habt ihr den geringsten spread und immer genügend volatilität. ich handel nur den eur/usd nichts anderes.
7. bevor ihr einen trade eingebt, studiert auf fxstreet.com den econemy calendar. besonders wichtig für daytrader mit engen stops. bei den richtigen news seit ihr innerhalb von sekunden ausgeknockt. lasst ihn am besten im hintergrund laufen, er aktualisiert sich von selbst und kann auch ein akustisches signal ausgeben. generell kann ich nur jedem daytrading anfänger raten die positionen vor wichtigen news zu schliesssen, b.z.w. erst gar keine öffnen.
8. führt ein trading journal oder auch trading tagebuch genannt sowie eine statistik. führt diese mit eiserner disziplin, das fällt auch mir heute noch schwer ist aber genauso wichtig wie das moneymanagement. aus journal und statistik kann man erst wirklich seine wahren fehler erkennen und sein trading nachhaltig verbessern. viele anfänger neigen hier zum selbstbeschiss und tragen nur die erfolgreichen trades ein, die mühe kann man sich dann aber auch gleich ganz sparen. getreu dem motto: aus fehlern lernen.
wer für ein journal oder eine statistik tips und anreize benötigt, dem kann ich gerne helfen.
und zu guter letzt, - mir ist hier im forum aufgefallen, das ständig auf signalgebern rumgeritten wird. wer wirklich traden erlernen möchte, der wird es mit signalanbietern weniger gut bis gar nicht schaffen, da man diesen infos immer mehr vertrauen wird als sich selbst.
BR
pipsologe