von Llaiird » 09.01.2009, 12:16
Nun ja, es gibt immer wieder unterschiedliche Ansichten. Aber den Euro als schlecht darstellen, weil in Krisenzeiten in andere Währungen ausgewichen wird, ist für mich kein Kriterium. Denn dann müsste ja der Dollar auch keinen sehr guten Ruf haben, denn viele Anleger flüchten sich bei Dollarkrisen in den Yen. Über Weihnachten habe viele Anleger ihr Kapital im Schweizer Franken geparkt. Demnach müssten alle anderen Währungen auch schlecht sein bzw. nicht als sicher gelten.
Ich für meinen Teil kann jedenfalls nichts schlimmes daran erkennen, sondern nur eine ganz normale Marktreaktion. Kritiker wird es immer wieder geben, gerade in der Zeit wo kurzzeitig um ein Beitritt Großbritanniens zum europäischen Währungsraum spekuliert wurde. Gerde zum zehnten Geburtstag der Währung kam es mir so vor, dass endlich die Zauderer und Skeptiker wieder eine öffentliche Plattform gefunden haben, um ihre alten Ressentiments wieder aufzugraben.
Ja, die größte Krise steht dem Euro noch bevor, aber ich glaube allen Unkenrufen zum Trotz, dass der Euro gut aufgestellt ist und die Krise besser meistern wird, als würde jedes Land mit seiner eigenen nationalen Währung versuchen die Krise zu bekämpfen.