Aus fundamentaler Sicht werden natürlich weiter die Entwicklungen um die europäische, aber auch um die US-Schuldenkrise die Notierungen an den Währungsmärkten bewegen. Es gilt also weiter die Risikoaufschläge der kriselnden EU-Mitgliedsstaaten wie Spanien und Italien zu beobachten, aber auch die Pläne der Ratingagenturen im Bezug auf eventuelle Downgradings. Wirtschaftsdatentechnisch wird in der kommenden Woche besonders der Arbeitsmarkt im Fokus der Marktteilnehmer stehen und hier besonders der ADP Arbeitsmarktbericht und am Freitag dann die Non Farm Payrolls.
Charttechnisch bleibt das Bild im EUR/USD ganz klar bearish zu werten. Das Erreichen der Marke von 1,3150 US-Dollar sollte nur noch eine Frage der Zeit darstellen. In Anbetracht der Tatsache, dass der (15, 5, 5)-Slow Stochastic sich im stark übervekauften Modus befindet und in eine Bodenbildung übergegangen ist, könnte dies in Verbindung mit der Signifikanz der Marke bei 1,3150 US-Dollar eine Gegenbewegung einleiten. Auf der Oberseite würde diese einen Widerstand bei 1,3420 US-Dollar finden. Aufhellen würde sich das Chartbild jedoch erst mit Notierungen über 1,3610 US-Dollar. Hier verläuft das 38,2%-Fibonacci-Retracement der Abwärtsbewegung vom 28.10.2011 und diverse Zwischenhochs bzw. -tiefs (unter anderem das Zweiwochenhoch). Über dieser Marke ist eine Ausdehnung in Richtung der Region zwischen 1,3830 / 80 US-Dollar denkbar. Ein nachhaltiges Unterschreiten der 1,3150 US-Dollar macht den Weg in Richtung 1,2880 US-Dollar, mit einem kurzen Zwischenhalt bei rund 1,3000 US-Dollar. Auch das Sentiment bestätigt den bearishen Modus. Der Speculative Sentiment Index notiert derzeit bei 1,22, gleichbedeutend mit der Aussage, dass weiter nachgebende Kurse zu favorisieren sind. Der SSI zeigt an, dass die Masse weiter in die derzeitige Abwärtsbewegung Euro gegen den US-Dollar kauft, was also Kontra-Indikator gesehen wird.
Wichtige Marken (28.11. – 02.12.2011)
Support: 1,2880 | 1,2970 / 1,3000 | 1,3150
Resist: 1,3880 / 30 | 1,3610 | 1,3420

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Jens Klatt
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