Für die Handelswoche vom 19. bis zum 23. Januar 09 rechnen viele Analysten mit weiteren Kursverlusten der europäischen Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar. Die vergangene Woche wurde durch schwache Daten zur Industrieproduktion und durch den Rückgang der Neuzulassungen von Pkws im europäischen Wirtschaftsraum dominiert. Auch in dieser Woche sind mit weiteren negativen Konjunkturdaten zu rechnen, die den Abgabedruck auf den Euro deutlich erhöhen könnten. Beispielsweise wird damit gerechnet, dass der Auftragseingang der Industrie für den Monat November 2008 um mehr als 20 Prozent eingebrochen ist. Das wäre dann der achte Rückgang der Auftragseingänge in Folge.
Analysten gehen von einem Sinken des Euros bis auf 1,25 Dollar aus. Laut der Meinung einiger Forex-Experten ist der Euro auf handelsgewichteter Basis immer noch überbewertet. Europa kann sich dem weiter anhaltenden globalen Abschwung der Konjunktur nicht länger entziehen. Schaut man auf die vergangenen sechs Monate zurück, dann muss man feststellen, dass der Euro bereits 16 Prozent an Wert gegenüber dem Dollar verloren hat.
Auch in dieser Woche belastet die drohende Herabstufung der Kreditwürdigkeit einiger europäische Länder, wie Spanien, Portugal und Griechenland, den Euro. In der vergangenen Handelswoche hatte die Rating Agentur Standard & Poor’s überraschend angekündigt, die Bonität Spaniens und Portugals zu überprüfen. Die griechische Bonitätsnote senkte die Agentur bereits deutlich ab.
Ebenfalls trübe sind die Aussichten für den russischen Rubel. In der vergangenen Woche wurde die russische Landeswährung insgesamt fünf mal hintereinander von der russischen Zentralbank abgewertet. Derzeit notiert der Rubel so gering wie seit 1998 nicht mehr. Auch hier gehen die Analysten von einem weiteren Einbruch aus. Bis zu 25 Prozent seines gegenwärtigen Wertes könnte der Rubel in der nächsten Zeit verlieren, wenn sich der Ölpreis nicht bald wieder erholt.

