Am Dienstag dieser Handelswoche ist das Britische Pfund Sterling auf ein Fünf-Wochen-Tief zur europäischen Gemeinschaftswährung am Forex Markt gefallen. Ausgelöst wurde die Schwäche durch anhalten schwache Daten vom britischen Immobilienmarkt und zur Industrieproduktion. Die Talfahrt der britischen Wirtschaft geht also weiter. Der Maklerverband von Großbritannien gab bekannt, dass die Zahl der Hausverkäufe noch nie so niedrig waren, seit mit der Erhebung der Daten 1978 begonnen wurde.
In der Zeit von Dezember bis Februar verkauften die im Maklerverband organisierten Mitglieder nur durchschnittlich 9,5 Objekte. Die Industrieproduktion der britischen Wirtschaft viel im Vergleich zum Januar um 2,9 Prozent. Damit fielen die Daten noch schlechter aus, als die Ökonomen auf der Insel erwartet hatten. Entsprechend reagierten auch die Anleger auf dem Forex Markt. Das Pfund fiel auf einen Tiefstand von 1,0814 Euro. Viele Investoren und Marktbeobachter fragen sich, ob das Britische Pfund Sterling noch weiter sinken wird und die Parität zum Euro wieder greifbar wird.
Der Euro dagegen profitiert gegenwärtig von der Zunahme des Risikoappetits der Investoren. Sowohl der Dollar als auch der Japanische Yen gaben zwischenzeitlich immer wieder nach. Dabei wird der Japanische Yen derzeit besonders durch den von japanischen Regierung veröffentlichten Sammelindex der Frühindikatoren massiv belastet. Der Sammelindex ist indes im Januar stärker gesunken, als die Experten erwartet hatten. Zeitweise erreichte die europäische Gemeinschaftswährung wieder Werte über der 1,28 Dollar Marke. Am Dienstag beendet der Euro den Handelstag mit einem Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Montag.

